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Sachgebiet Strahlenschutz

Bereichs-Strahlenschutz-Beauftragter:
OBI d. F. Harald Loibner

Aufgaben:
- Aus- und Weiterbildung auf dem Strahlenschutzsektor

   

 

Anfang der 70iger Jahre, wurde der Strahlenschutz aus dem Zivilschutzverband wegen mangelnder Einsatzkräfte den Feuerwehren übergeben. Flächendeckend wurden vom Landesfeuerwehrverband Strahlenschutzstützpunkte eingerichtet. Da die FF Wies zum damaligen Zeitpunkt schon im Bereich Strahlenschutz ausgebildete Feuerwehrmänner hatte, wurde der des Bezirkes Deutschlandsberg 1973 in Wies installiert.

Um den Aufbau und um die Aus- und Weiterbildung dieser Sondereinheiten machte sich damals und bis heute vor allem Herr Dr. Otto WIDETSCHEK verdient. War es am Anfang wegen kaum vorhandener Geldmittel schwierig geeignete Ausrüstung zu bekommen, wurde spätestens nach dem SuperGAU in Tschernobyl 1986 und die damit verbundene Erkenntnis, dass es auch ein Land treffen kann in dem keine Atomenergie erzeugt wird, Geldmittel zur Verfügung gestellt, um einen aktivenStrahlenschutz betreiben zu können. Nach dem derzeitigen Stand der technischen Entwicklungen ist eine Vielzahl von Möglichkeiten (Transport-, Labor-, Industrieunfälle etc.) gegeben, bei denen durch die unbeabsichtigte Freisetzung radioaktiver Strahlung unmittelbare Gefahr für Mensch und Umwelt auftreten kann.

Es ist die Aufgabe des Sonderdienstes Strahlenschutz, die von den menschlichen Sinnesorganen nicht wahrnehmbare Gefahr mit Hilfe von speziellen Messgeräten sichtbar zu machen. Der Einsatz der Strahlenschutztrupps hat in erster Linie den Eigenschutz der eingesetzten Feuerwehrkräfte zum Ziel und die Feststellung bzw. Lokalisierung möglicher Strahlenquellen. Mit speziellen Messgeräten werden Dosisleistungen der radioaktiven Strahlung bestimmt, um dadurch sinnvolle Absperrgrenzen festzulegen. In weiterer Folge, kann durch Messungen ermittelt werden, ob die eingesetzten Kräfte bzw. Geräte durch radioaktive Stoffe verunreinigt wurden, und somit behelfsmäßige Dekontaminationen durchgeführt werden.

Der KKW Unfall von Tschernobyl hat nicht nur gezeigt, dass die Spürtrupps der Feuerwehren im Dauereinsatz waren (Entnahme von Wasser- und Erdproben für die Landeswarnzentrale) sondern vor allem, dass sich die Bevölkerung in erster Linie an die wendet, die für sie immer erreichbar sind, und das ist nun mal die Feuerwehr um Informationen aus erster Hand zu erhalten.

Neue Bedrohungsbilder (Terror, Waffenschmuggel mit strahlendem Material, etc.) machen es notwendig, sich mit Übungen und Fortbildung im Bereich der Gerätelehre und Einsatztaktik am laufenden zu halten, um zukünftige Gefahrenszenarien richtig einschätzen und abwähren zu können und damit effizient zu helfen.
 

 

Ansprechpartner


OBI d.F. Harald Loibner
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